Inhalt
Im therapeutischen Alltag werden mitunter Klient:innen mit einer Abhängigkeitserkrankung behandelt, wobei sich bald zeigt, dass sich häufig traumatische Erlebnisse unterschiedlicher Form und Ausprägung im Hintergrund befinden. Die Kombination Sucht und Trauma scheint auf den ersten Blick unterüberwindbar, doch zeigt sich rasch, dass nur beide gemeinsam behandelt werden können, wenn die Gesundung der Klient:innen erzielt werden möchte. Deswegen ist es wichtig, dass im therapeutischen Alltag diese beiden psychischen Erkrankungen stets miteinander und nicht getrennt im Blick behalten werden sollten.
Viele Klient:innen weisen neben Gewalt und sexuellem Missbrauch auch eine Beziehungstraumatisierung mit ihren primären Bezugspersonen auf. Klient:innen, die konsumieren, erleben zudem während ihren Konsumphasen neuerliche Traumatisierungen unterschiedlichen Ausmaßes.
Da Sucht stets eine Beziehungsstörung ist, haben die Betroffenen in ihrem Leben gelernt, dass Beziehungen mit Menschen Schmerz, Verletzungen und Vertrauensbrüche mit sich bringen können. Substanzen und Verhaltenssüchte stellen für diese Klient:innen oftmals die einzige Konstante in ihrem Leben dar. Eine vertrauensvolle und wertschätzende therapeutische Beziehung kann bereits ein erster und wichtiger Schritt für diese Klient:innen bedeuten, um wieder Vertrauen in menschliche Beziehungen zu entwickeln.
Doch was ist bei diesen Klient:innen zu beachten? Welche Schwierigkeiten können sich in der therapeutischen Arbeit ergeben? Welche therapeutischen Zugänge gibt es, um diese Menschen gut zu begleiten? Braucht es für die Behandlung dieser Klient:innen eine Traumausbildung? Diese und andere Fragen werden im Webinar im Fokus stehen und sollen Therapeut:innen das Arbeiten mit diesen Klient:innen einfacher machen.
Ziel:
Das Webinar soll Basiswissen über die Kombination der beiden psychischen Erkrankung Abhängigkeit und Trauma vermitteln. Hierzu werden Fallbeispiele für die Anschaulichkeit vermittelt. Zudem werden unterschiedliche kreative Medien nähergebracht, mit denen die Arbeit mit abhängigen und traumatisierten Klient:innen gut gelingen kann. Wenn Schmerz in Worten keinen Ausdruck findet, können kreative Medien helfen.
Das Webinar ist Teil der
Webinarreihe: Das kleine Potpourri der Suchttherapie, die Module der Webinarreihe können sowohl einzeln, als auch als Reihe gesamt gebucht werden.
Schlüsselwörter:
Sucht, Trauma, Beziehungstraumatisierung, Abhängigkeit, Interventionen, Therapeutische Beziehung
Veranstaltungsnr.: 3788