Diversitätsperspektive (Januar 2025)
Elif Cicek-Fischer, BSc., MSc.
Als Verein für Aus, Fort- und Weiterbildungen im psychotherapeutischen und psychosozialen Bereich ist es unser Verständnis und unsere Aufgabe, uns sowohl auf organisationaler als auch auf inhaltlicher Ebene für Diversität und Inklusion einzusetzen. Wir vertreten dabei jenes Konzept von Diversität, welches Vielfalt im Sinne von Unterschieden und Gemeinsamkeiten anerkennt und wertschätzt.
Der VPA setzt sich daher vor allem für entsprechende Maßnahmen im Kontext von Diskriminierungs- und Barrierefreiheit ein. Menschen oder Gruppen werden niemals aufgrund von Geschlecht, ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung oder anderer hier nicht bedachter Faktoren benachteiligt oder ausgegrenzt. Diversität im VPA bezieht sich vielmehr auf die Vielfalt von Mitarbeitenden (Alter, Geschlecht, Ethnizität, Behinderung etc.) sowie Mitgliedern des Vereins. Es ist unser Verständnis, dass Diversität eine Bereicherung ist, streben ein respektvolles gemeinsames Miteinander an und versuchen mit den nachfolgend gelisteten Maßnahmen dies aktiv zu fördern, zu erhalten und weiterzuentwickeln: Innerhalb der Vereinsarbeit (nach innen) und im pädagogisch-organisatorischen Setting (nach außen).

- Eine Diversitätsbeauftragte ist für die Erstellung von Richtlinien und deren Einhaltung zentral verantwortlich.
- Die Berücksichtigung möglichst neutraler Formulierungen bezieht sich auf folgende Aspekte und Bereiche: Gender, ethnische Zugehörigkeit, physische/psychische Fähigkeiten (Behinderung, Beeinträchtigung), sexuelle Orientierung, Alter sowie Religion und Weltanschauung. Im Sinne von Gender Mainstreaming verpflichten wir uns, bei allen Entscheidungen die unterschiedlichen Auswirkungen auf unsere teilnehmenden und mitarbeitenden Frauen, Männer und Personen anderer Geschlechtsidentifikation in den Blick zu nehmen.
- Bei der Gestaltung von Werbe- und Seminarmaterialien achten wir auf die gleichberechtigte Darstellung aller abgebildeten Menschen, auf das Aufbrechen von Stereotypien, die Sichtbarkeit von Menschen mit unterschiedlichen Diversitätsmerkmalen (Gender, Alter, Hautfarbe/Ethnizität, physische/psychische Fähigkeiten etc.) und das Abbilden von Vielfalt. Wir vermeiden zudem sexistische Darstellungen.
- Unsere Angebote inkl. der Mitgliedschaft stehen allen im psychosozialen Bereich professionell Tätigen sowie den jeweiligen in Ausbildung befindlichen Personen zur Verfügung – es ist hierzu nicht erforderlich einer bestimmten Berufsgruppe anzugehören bzw. einen solchen Nachweis zu erbringen.
- Veranstaltungen in Präsenz werden immer barrierefrei gestaltet, wobei neben Rücksicht auf körperliche Bedürfnisse auch auf Ernährungsstile, Unverträglichkeiten (hinsichtlich der Verpflegung), Geschlechtsidentifikation u.a. eingegangen wird.
- Um online Angebote niederschwellig zu gestalten, gibt es vorab jeweils die Möglichkeit, einen geführten und persönlich begleiteten Technik-Check durchzuführen. Ferner sind wir auch telefonisch während der gesamten Veranstaltungsdauer erreichbar, um Unterstützung in der Bedienung der technischen Geräte anzubieten.
- Bei der Gestaltung der Lehrinhalte werden Aspekte der Diversität bzw. Vielfalt größtmöglich beachtet. Unsere Bildungsangebote werden daher kurrent um den Aspekt der Diversität weiterentwickelt – Themen rund um Alter, Sexualität, Behinderung, Kultur u.a. finden sich in unseren Seminarinhalten wieder und sind integraler Bestandteil derselben.
- Zudem wird bei der Auswahl der Referierenden ein ausgewogenes Verhältnis hinsichtlich Geschlechtsidentifikation und Multiperspektivismus (Sichtweisen und Vertretung psychotherapeutischer Schulen) angestrebt.
- Zentral für Diversität und Inklusion ist für uns die Orientierung an den Bedürfnissen aller Teilnehmenden, sowie deren Partizipation im Lernprozess (siehe hierzu auch Handreichung zur diversitätsbewussten Pädagogik).
- Wir sind um interdisziplinäre Zusammenarbeit bemüht und fördern durch unsere Bildungsangebote die Zusammenarbeit mit Disziplinen vor allem aus dem psychotherapeutischen, pädagogischen, pflegefachlichen, medizinischen und psychosozialen Bereich.